Am 29. März 2012 von Carsten Wochnik erstellt.

Wie werden Texte für Suchmaschinen richtig aufgebaut?

Tipps zur Strukturierung von Texten und Inhalten

Für die Suchmaschinenoptimierung ist es wichtig, dass Inhalte (Texte) strukturiert aufgebaut werden. Wenn diese Strukturen geklärt sind und auch konsequent eingehalten werden, dann wird es Euren Kunden und den Suchmaschinen leicht fallen, den Inhalten zu folgen.

Das ist in der Regel aber leichter gesagt als getan. Das Thema der Seite und die zu verwendenden Keywords sind geklärt. Das CMS bietet Euch eine Latte an Buttons und Auswahllisten, mit denen Ihr im Text so ziemlich alles anpassen könnt, was Euch in den Sinn kommt. Aber ist das auch alles nützlich?

Das, was der User später zu Gesicht bekommt, ist nur die eine Seite der Medaille. Auf der anderen Seite steht der für den User nicht sichtbare Teil — der Quellcode. Dieser enthält zu den im Browser sichtbaren Texten noch zusätzliche Auszeichnungen, über die der Inhalt einer Seite strukturiert und letztendlich über den Browser angezeigt wird. Ihr könnt Euch den Quellcode Eurer Seite in der Regel bei einem geöffneten Browserfenster über die Tastenkombination "Strg+u" anschauen. Das Ergebnis kann zum Beispiel so aussehen:

<h2>Wie werden Texte für Suchmaschinen richtig aufgebaut?</h2>
<h1>Tipps zur Strukturierung von Texten und Inhalten</h1>
<p>Für die Suchmaschinenoptimierung ist es wichtig, dass Inhalte (Texte) strukturiert aufgebaut werden. Wenn diese Strukturen geklärt sind und auch konsequent eingehalten werden, dann wird es Euren Kunden und den Suchmaschinen leicht fallen, den Inhalten zu folgen ... </p>

Aber was bedeuten die angezeigten Tags? Ein Text sollte entsprechend der Wichtigkeit der einzelnen Abschnitte strukturiert sein. Schaut doch einfach mal auf die Titelseite Eurer Tageszeitung. Die Artikel sind dort in der Regel in drei Bereiche strukturiert.

  • Headline
  • Subheadline und
  • Artikeltext (Copytext)

Dieser Aufbau hat sich über die Zeit bewährt, jeder einzelne Teil erfüllt dabei eine Aufgabe.

  1. Die Headline ist der Eye-Catcher. Die wichtigsten Informationen (Kernaussagen) werden hier für den Leser komprimiert und auf den Punkt gebracht. Hier wird grundsätzlich entschieden, ob es sich für den Leser lohnt, weiter zu lesen. An dieser Stelle steht die Information absolut im Mittelpunkt.
  2. Die Subheadline beantwortet die wichtigsten "W"-Fragen. Hier entscheidet sich der Leser, ob der Artikel für ihn relevant ist und ob es sich lohnt, weiter zu lesen.
  3. Der Copytext geht dann in die Details. Problemstellungen und Details werden ausführlich behandelt.
  4. Über Zwischenheadlines besteht die Möglichkeit, längere Texte in weitere Abschnitte zu untergliedern. Dabei sollten sich die Zwischenheadlines auf die Inhalte der jeweils folgenden Abschnitte beziehen und weitere Detailinformationen versprechen.

Die Anforderungen eines Internettextes sind anders, als die eines Zeitungsartikels

Der Text muss sowohl dem Leser als auch der Suchmaschine gerecht werden. Zwar könnt Ihr davon ausgehen, dass ein Text, den Eure User lieben auch von den Suchmaschinen geliebt wird, trotzdem müsst Ihr darauf achten, Eure Keywords auch richtig unterzubringen.

Rein technisch bietet HTML dafür verschiedene Tags zur Auszeichnung. Überschriften werden mit dem h-Tag ausgezeichnet. Weil Überschriften aber unterschiedliche Wertigkeiten haben können, werden diese zusätzlich in Form einer Ziffer mitgegeben. Laut Spezifikation werden Überschriften in sechs Wertigkeiten aufgeteilt (h1 bis h6). Dabei hat die <h1> die höchste Wertigkeit und die <h6> die geringste Wertigkeit.

Für die Suchmaschinenoptimierung solltet Ihr Euch darauf beschränken, die <h1> und die <h2> nur einmal einer Seite zu verwenden. Überschriften mit geringeren Wertigkeiten (<h3> bis <h6>) dürfen ruhig häufiger verwendet werden. Aber auch hier gilt: Übertreibet es nicht, sondern behaltet die Aufgabe der Zwischenüberschriften im Hinterkopf.

Ergänzend muss natürlich auf den normalen Copytext eingegangen werden. Dieser befindet sich unter oder zwischen den Headlines und wird mit einem <p> (Paragraph) ausgezeichnet. Hier kann es durchaus noch sinnvoll sein, mit zusätzlichen Auszeichnungen wie Fettungen oder Kursivtext zu arbeiten um wichtige Informationen herauszustellen.

Um sich ein Bild von einem optimierten Grundaufbau zu machen habe ich folgendes Schaubild erstellt:

Emfohlener Textaufbau für die Suchmaschinenoptimierung

Optimierter Textaufbau für User und Suchmaschine.


 

Die Headline <h2> am Anfang des Textes wird verwendet, um den Suchmaschinen das entsprechende Keyword für die jeweilige Seite mitzuteilen.

Die Headline <h1> folgt im Anschluss und soll den User erreichen. Das Keyword braucht an dieser Stelle nicht wiederholt zu werden. Auf diese Weise fällt es auch leichter, die User entsprechend werblich zu erreichen und zu fesseln.

Im Anschluss folgt dann der eigentliche Copytext. Er kann in beliebig viele Paragraphen (<p>) unterteilt werden und sollte auch das Keyword enthalten. Längere Texte können durch Zwischenheadlines (<h3> bis <h6>) unterstrukturiert werden und so die Lesefreundlichkeit erhöhen.

Wichtig: Die Häufigkeit der Verwendung der Keywords im Verhältnis zur Gesamtlänge des Textes der jeweiligen Seite ist ein wichtiger Faktor (Keyworddestiny) bei der Bewertung durch die Suchmaschinen. Wird an dieser Stelle übertrieben, kann es schnell zu einer Minderbewertung kommen.


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Eintrag von Carsten Wochnik am 29. März 2012 | 9 Kommentare

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Kommentare

  • man muss sich einfach vor augen halten, dass google das web strukturieren will. dabei hilft die aufteilung in die bekannten headline, paragraph abschnitte einer seite. google wertet dann anhand der gegebenen muster, wie eine bestimmte website gewichtet ist. das ist keine wissenschaft und liegt offen dar. google selbst benennt diese tips zur optimierung der eigenen website auch ganz offen.

    Erstellt von Rasierer Test, 03/02/2013 1:03pm (vor 5 Monat)

  • Suchmaschinenoptimierung ist eine Wissenschaft für sich. Aber im Grund genommen geht es nur um Faktoren. Um eine Formel, auf die sich der Google Bot bezieht. Wenn man sich an diese hält hat man gute Chancen auf gute Rankings. Wie Du schon sagtest. Man darf es einfach nicht übertreiben und sollte die Finger von Spamming lassen. Hochwertige Texte, die für den User geschrieben sind und das vorrangige Ziel verfolgen, gute Informationen zu übermitteln, haben die besten Chancen. Man kann im Nachhinein immer noch ein bisschen nachformatieren und auf bestimmte Keywords optimieren. Super Artikel von dir. Sehr lesenswert.

    Erstellt von Timo, 27/01/2013 1:42pm (vor 5 Monat)

  • Ich habe gehört, dass Links im Text zu anderen Artikeln der Webseite in Sachen SEO helfen sollen - stimmt das?

    Erstellt von Julia Haltke, 14/01/2013 12:02pm (vor 5 Monat)

  • kleiner Nachtrag noch zu vorher zum Thema Keyword-Dichte:

    Selbst bei ganz einfachen bzw. banalen Seiten wirkt die Keyword-Dichte manchmal Wunder; natürlich nur dann, wenn das Keyword auch in der Überchrift (m.E H1) enthalten ist und natürlich auch nur dann, wenn das Suchvolumen zum Keyword nicht allzu hoch ist. Erst nach einer Onpageoptimierung braucht man mit der Offpageoptimierung anfangen. Manchmal reicht schon die Optimierung der Keywords, es sei denn man ist noch ergeiziger :-)

    Erstellt von CPU, 16/12/2012 11:14pm (vor 6 Monat)

  • wir haben bei unseren Landingpages in mehreren Schritten die Keyworddichte erhöht und ganz gute Fortschritte bei google gemacht, ohne dass wir iregendwelche Regeln oder Formeln kannten. Unsere Faustregel lautet: Solange man den Text noch gut lesen kann und das Keywort nicht stört, kann das Keyword gar nicht oft genug auf der Seite vorkommen. Eine andere Faustregel besagt ca. 5% Keyworddichte. Wir haben das aber bei uns nie kontrolliert.

    Erstellt von CPU, 16/12/2012 10:43pm (vor 6 Monat)

  • Der Beitrag war für mich sehr hilfreich. Da kann ich doch gleich mal meine Webseite ändern. Denn das mit der Überschrift habe ich da total falsch gemacht.

    Erstellt von Peter, 04/10/2012 8:45am (vor 9 Monat)

  • Mit der Vertauschung von H1 und H2 unterläufst Du die wichtigste Regel der Strukturierung von Inhalten durch Headline-Tags. Bietest Du den Suchmaschinen eine derartige Reihenfolge von H-Tags an musst Du tatsächlich damit rechnen, dass Google der H1 keine Wertung zukommen lässt, aber auch nicht der H2, H3, Hx, ... weil der Bewertungsalgorithmus davon ausgehen muss, dass der Webmaster über nicht genügent Markup-Wissen verfügte, um die H-Tags ihrem Sinne entsprechend einzusetzen.

    Du fügst hier Google selbst als Beispiel an, dass sie über keine H2 verfügen in ihrem offiziellen Blog ... aber müssen die denn überhaupt Wert auf SEO legen? Glaubst Du den Machern des offiziellen Google-Blogs ist es wichtig, dass sie in den Google-Serps gefunden werden zu anderen Worten außer "Google Blog"? Und denke mal an den "gekaufte Links"-Penalty, den die offizielle Google-Chrome Website erst kürzlich kassiert hat. Die einzelnen Abteilungen bei Google arbeiten (leider) absolut selbständig ohne sich gegenseitig immer zu kontrollieren, ob den alles "richtig" gemacht wird.

    Möchtest Du tatsächlich einen Text für einen "dumme Maschine" verständlich aufbereiten, dann solltest Du nicht versuchen die Wertigkeit von maschinenlesbaren Elementen neu zu interpretieren nur weil Du als Mensch denkst das Konzept sei überholt.

    Und Dein Vergleich mit den "Großen" hinkt auch sehr ... mal ganz ehrlich: Die "Großen" dürfen ruhig so viele Fehler machen wie sie nur wollen, da es genügend weitere Faktoren gibt in denen sie ganz klar dominieren (Fanbasis, Stammleserschaft .. daraus folgend Likes, Links +1, Shares, Mentions, ... Aufmerksamkeit aus ALLEN anderen Kanälen). Wer diese Vorzüge hat braucht sich um nicht-semantischen oder fehlerhaften Quelltext oder gar 100%-Flashsites keine Gedanken zu machen, da alle anderen Signale in ihrer Masse und Genauigkeit so start sind, dass Google & Co keine weiteren Onpage-Informationen bräuchten um zu erkennen worum es auf einer Seite geht und wie wichtig sie den Menschen da draußen sein muss.

    Die Empfehlung, die sich aus Deinem Bild "Optimierter Textaufbau für User und Suchmaschine" zu lesen ist, das Keyword möglichst oft im Text einzubauen kann leicht missverstanden werden und zu einer unnatürlichen Keyword-Density führen. Das führt schnell zu "Überoptimierung", was Google in letzter Zeit verstärkt in den Fokus nimmt (erst vergangene Woche mit einem großen Update gegen unnatürlichen Linkaufbau ... Onpage soll laut einigen Experten auch bereits betroffen sein).

    Ich empfehle neben den Google Guidelines für Webmaster (siehe Eure SEO-Seite hier) auch die Tipps aus dem Beginners Guide to SEO von Google selbst zu berücksichtigen, denn dann ergibt sich schon schnell eine ganz andere Berücksicht8igung von Überschriften (http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0CKIBEBYwAA&url=http%3A%2F%2Fwww.google.com%2Fwebmasters%2Fdocs%2Fsearch-engine-optimization-starter-guide.pdf&ei=Dq6kT7jjIcSKiAKSkrniAg&usg=AFQjCNEMj8KHxhxQz9cMLoMxMDiLdrAbJw).
    Liebe Grüße aus China, Marcus

    Erstellt von Marcus, 05/05/2012 6:40am (vor 1 Jahr)

  • Hallo Bertram,

    hier unterscheide ich zwischen Wertigkeit und Wichtigkeit. Die Headline h1 sollte auf alle Fälle die "wichtigsten" Informationen zum Artikel beinhalten. Sie soll das Interesse wecken und den User zum weiterlesen animieren.

    Die h2 ist aus meiner Sicht die Headline für die "wertigen" Informationen, also für das/die Keyword(s). Für Google & Co sollte die h1 keine allzu große Rolle spielen. Schau mal in den Quellcode des offiziellen Google Blog. Hier findest Du nicht eine h1.

    Die Reihenfolge kann man trotzdem diskutieren: Warum kann man nicht einfach die h1 vor die h2 setzen? Kann man. Aber da ich in erster Linie für Menschen schreibe, sollte auf die "wichtige" Headline der Artikel folgen und nicht Futter für die Suchmaschinen.

    Mit der Semantik hast Du natürlich recht. Aber auch hier halte ich es für wichtiger, dass Headlines und Copytext zueinander passen und dass der Quellcode insgesamt möglichst valide/fehlerfrei ist. Da wird wohl ehere eine Headline ignoriert, die nicht zum Artikeltext passt.

    Interessant ist es auch immer bei den "großen" zu schauen. Die NY Times (http://www.nytimes.com/2012/04/03/health/policy/white-house-and-fda-at-odds-on-regulatory-issues.html?_r=1&hp) geht da sogar noch ein paar Schritte weiter als ich das hier vorschlage. Auf eine h6 (Political Science) folgt die den Artikel eröffnende Headline h1 (White House and the F.D.A. Often at Odds).

    Hast Du denn schon schlechte Erfahrungen mit der "nicht-Einhaltung" der Semantik gemacht?

    Gruß, Carsten.

    Erstellt von Carsten Wochnik, 03/04/2012 7:15pm (vor 1 Jahr)

  • Hallo Carsten,

    die Vertauschung von h2 und h1 unterläuft das Konzept der Semantik und die Subline wird evt. von den Suchmaschinen nicht richtig erfasst.

    Erstellt von Bertram Simon, 03/04/2012 5:29pm (vor 1 Jahr)

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